Stuttgart 21 Bräuchle tritt nach NS-Vergleich zurück

Von Thomas Braun 

Pfarrer Johannes Bräuchle hat Projektgegnern SA-Methoden vorgeworfen. Die Evangelische Landeskirche hat ihn von allen Amtspflichten suspendiert.

Johannes Bräuchle legt sein Amt als Vorstand des Vereins Pro Stuttgart 21 nieder. Foto: Zweygarth 3 Bilder
Johannes Bräuchle legt sein Amt als Vorstand des Vereins Pro Stuttgart 21 nieder.Foto: Zweygarth

Stuttgart - Der Stuttgarter Pfarrer Johannes Bräuchle, bisher Mitglied des Vorstands des Vereins Pro Stuttgart21, legt mit sofortiger Wirkung sein Amt als Vorstand des Vereins nieder. Das teilte der Verein nach einer Vorstandssitzung mit. Bräuchle war in die Kritik geraten, weil er bei einem Wirtshausauftritt in Sachsenhausen (Main-Tauber-Kreis) Stuttgart-21-Gegnern SA-Methoden attestiert und das von der grün-roten-Landesregierung eingebrachte Ausstiegsgesetz als „Ermächtigungsgesetz" bezeichnet hatte (die Stuttgarter Zeitung berichtete).

Johannes Bräuchle sieht sich als Opfer der Berichterstattung. In einer persönlichen Stellungnahme erklärte er: „Die gegen mich vorgebrachten Anschuldigungen basieren auf Zitaten, die aus dem Zusammenhang gerissen sind. Ich distanziere mich ausdrücklich von Äußerungen im Zusammenhang mit der unrühmlichen Vergangenheit unseres Landes und bedaure den falschen Eindruck, der durch die Berichterstattung entstanden ist.“ Um zur Versachlichung beizutragen, lege er sein Amt als Vereinsvorstand nieder. Zudem will sich Bräuchle selbst ein vorläufiges Schweigegelübde in Sachen Stuttgart 21 auferlegen: „Bis auf weiteres verzichte ich auf öffentliche Äußerungen im gegenwärtigen Diskussionsprozess.

Nach Bräuchles Auftritt hatte der Geschäftsführer des Vereins, Bernhard Bauer, die Äußerungen des Pfarrers bereits als unvertretbar bezeichnet. Auch die Evangelischen Landeskirche, Bräuchles Arbeitgeber, hatte die Vergleiche mit der NS-Zeit als „vollkommen inakzeptabel“ missbilligt. Sie suspendierte den Pfarrer am Donnerstag von allen Amtspflichten, um eine Klärung der Angelegenheit zu ermöglichen. Zuvor hatte ihm sein Kollege, der Rundfunkpfarrer Andreas Koch, bereits einen eindeutigen Ratschlag erteilt: „Johnny, steig aus – und zwar aus allen Funktionen!“

 

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Wutbürger für den Kellerbahnhof werden zunehmend nervös und leider auch aggressiv: Die Befürworter von Stuttgart 21 realisieren langsam, dass sie auf verlorenem Posten kämpfen: Die 'guten Argumente für Stuttgart 21' sind reihenweise verpufft - eins nach dem anderen klipp und klar widerlegt. Der unterirdische Engpass bietet keine Anschlüsse, dafür aber jede Menge Verspätungspotential. Der Stresstest ist fulminant gescheitert, wie die inzwischen aufgeflogenen Daten-Manipulationen beweisen. Derweil explodieren die Kosten. Leistungsversprechen gebrochen, Kostenversprechen gebrochen ... und dazu noch unangenehme Enthüllungen, dass der Schrumpfbahnhof auch noch ein gefährlicher Schiefbahnhof wird. Ein Tiefschlag nach dem anderen für die Stuttgart-21-Jubelperser. Und dann auch das noch: Oettingers Beamte rechneten mit Kosten von 6,5 Milliarden. Die schlimmsten Befürchtungen der Schiefbahnhof-Gegner von den braven Beamten der CDU-Regierung bestätigt. Das hat sie hart getroffen. Aber trotzdem meine Bitte, liebe Stuttgart-21-Befürworter: Friedlich bleiben, keine Drohungen, keine Gewalt! Für ein lebenswertes Stuttgart mit ehrlichen Menschen. Für den Ausstieg aus Stuttgart 21!

Kostenlüge, Rüdiger Grube von Juristen zu S21 angezeigt: Das Verfahren läuft.=========Das nur zu Ihrer Information, Klartext.=========

Entweder Stuttgart 21 oder Infrastruktur-Ausbau in der Region. Bundesmittel können nur 1x ausgegeben werden!: Selbstverständlich verzögert Stuttgart21 Verkehrsprojekte in der Region. Ramsauer jammert doch jetzt schon, dass er kein Geld für Verkehrsprojekte in ganz Deutschland hat. Wenn Baden-Württemberg die Bundesmittel für Stuttgart21 abruft, dann wird der Bund auf Jahrzehnte hinaus kein Geld für weitere Projekte in Baden-Württemberg zur Verfügung stellen. Hier gilt der Bundesländer-Proporz: Kein Bundesland darf über Gebühr bevorteilt werden. Adieu, Südbahn-Elektrifizierung! Adieu, Rheintal-Ausbau! Adieu, zweigleisiger Gäubahn-Ausbau! Auch die (vom Kellerbahnhof unabhängige) Neubaustrecke Stuttgart – Ulm ist derzeit noch nicht ausreichend finanziert! Also: Entweder Stuttgart 21 – oder Investitionen in die Region. Wenn wir JA zum Erhalt des leistungsstarken Kopfbahnhof sagen, dann kann in ein, zwei Jahren (wenn sich die ganze Aufregung gelegt hat) mit einem neuen Bundesverkehrsminister über die Umverteilung der Bundesmittel auf andere Projekte in Baden-Württemberg verhandelt werden.

Wasserrohre angebohrt, Sittler von Hundt angezeigt: Zitat: 'Arbeitgeberpräsident und Stuttgart21-Befürworter Dieter Hundt (73) ist stinksauer.============= Grund: Der Stuttgarter TV-Star und S21-Gegner Walter Sittler (59) hat einen Werbespot des mächtigen Arbeitgeberverbandes für Stuttgart21 geklaut, das Ende verfälscht – und ins Internet gestellt. „Das ist eine Granatensauerei, wie dieser Mann sich rücksichtslos über Urheberrechte hinwegsetzt“, so der Arbeitgeberchef zu BILD ============== Dieter Hundt kündigte rechtliche Schritte gegen Sittler und den gefälschten Werbespot an.' Zitatende=========== Eigene Ideen: Fehlanzeige!========== Link: http://www.bild.de/regional/stuttgart/stuttgart-21/anklage-wegen-verfaelschtem-s21-video-21086360.bild.html =============Dazu kommen noch die angebohrten Wasserrohre. Wunderbar, nicht?

Vorschlag: Jeder praktiziert einfach dass, was er hier im Forum vertritt. Damit ist uns hier bei uns in Stuttgart schon viel geholfen: Schon bezeichnend wie jetzt auf Herrn Bräuchle eingeknüppelt wird aufgrund seiner typischen deftigen und in diesem Fall ungeschickten Ausdrucksweise. Ich habe aber noch das unflätige Lügenpack-Gebrülle der Gegner im Ohr in Kombination mit heftigen persönlichen Diffamierungen. Ein Relikt davon ist noch am Bauzaun zu sehen. Da kann ich doch nur den Kopf schütteln wenn womöglich die gleichen Leute sich hier so echauffieren. Vorschlag: Jeder praktiziert einfach dass, was er hier im Forum vertritt. Damit ist uns hier bei uns in Stuttgart schon viel geholfen.

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