Stuttgart 21 BUND kritisiert Anhörung
Christine Bilger, 19.05.2012 17:04 Uhr
Für den Bau der Grundwassermanagementanlage hat die Bahn nochmals umgeplant. Zu diesen geänderten Plänen darf sich nun der BUND äußern.Foto: Zweygarth
Stuttgart - Nachträglich hat die Naturschutzorganisation Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) ihre Stellungnahme zur Zentralisierung der Grundwassermanagementanlage in dieser Woche eingereicht. Die vorgeschriebene Anhörung des Umweltverbands holt die Deutsche Bahn gut eineinhalb Jahre nach dem Beginn des Baus der Anlage, die für das Ausheben der Grube des Tiefbahnhofs notwendig ist, nach. Der BUND hatte seine Beteiligung im Dezember 2011 vor dem Verwaltungsgerichtshof erstritten.
Diese nachträgliche Anhörung bezeichnet Berthold Frieß, der Landesgeschäftsführer des BUND, als eine Farce. Schließlich seien die ersten Bäume für den Bau der Anlage, die inzwischen beim ehemaligen Busbahnhof steht, Ende September 2010 gefällt worden. Der Beginn der Arbeiten war von dem viel kritisierten Polizeieinsatz am 30. September begleitet worden. Weitere Bäume seien im Februar gefallen.
Der BUND kritisiert, dass durch die Zentralisierung der Anlage 800 Quadratmeter Parkfläche mehr verbraucht worden seien, als ursprünglich von der Bahn geplant. Wenigstens die bisher wegen Fledermaushöhlen bis Ende des Jahres verschonten Platanen – in denen auch die geschützten Juchtenkäfer zu vermuten seien – sollten nun erhalten bleiben, so der BUND. Eine weitere Forderung hat die Organisation auch noch aufgestellt: Es sollen in der Stadt 100 neue Bäume als Ausgleich für die dem Projekt geopferten gepflanzt werden. Der BUND wünsche sich Standorte im versiegelten Siedlungs- und Verkehrsbereich, nicht in Parkanlagen.





BUND
Der BUND ist ein Zusammenschluss von Selbstdarstellern geworden. Einfach nur noch peinlich.
Interessierter vom Land-linksgrün beeinflusste Ergüsse?
...meine Ergüsse seien das Ergebnis jahrelanger grün-linker Indokrination, schreiben Sie. Was für ein Schwachsinn. Bis zum Jahr 2009 habe ich immer CDU/FDP/SPD gewählt. Aber Stuttgart 21 halte ich, wie sehr viele CDU/FDP/SPD-Wähler schon immer, also seit Anbeginn, für idiotisch. Ich hab' mir nicht mal die Mühe gemacht, das grüne Programm und die Aussagen zu S 21 zu studieren. Ich habe 2011 bei der Landtagswahl erstmals Grün gewählt, weil ich hoffte, dadurch einen Beitrag gegen S 21 zu leisten und weil mir die Grünen von allen Parteien -erstmals- noch am wählbarsten erschienen. In Ihrem kruden Weltbild ist wohl jeder linksradikal indoktriniert, der etwas gegen Stuttgart 21 hat. Kennen Sie Herrn Hopfenzitz? Jahrzehntelanger Ur-CDU-Wähler. Kennen Sie Frau Oberpaur? Jahrzehntelange Ur-CDU-Wählerin. Was Sie hier veranstalten, Interessierter vom Land, ist die alte Masche, wer nicht konform ist mit dem Mainstream, ist linksradikal. Dabei vertrete ich echte-soziale Marktwirtschaft, und die verträgt sich nicht mit sinnlosem Steuergeld-Verprassen a la Stuttgart 21. Die etablierten Parteien CDU, FDP und SPD haben mit Stuttgart 21 ihre Seele verloren: Stuttgart 21 ist nicht konservativ, weil es Denkmale und Heimat hemmungslos plattmacht, widerspricht also der CDU-Agenda. Es ist asozial, weil es einige sehr reich macht, viele Fahrgäste bevorzugt, viele zugleich benachteiligt, also im Gegensatz zum sozialen Ethos der SPD. Am schlimmsten ist der Widerspruch bei der FDP: die will doch immer Steuern senken und sinnvoll einsetzen, zugleich überteuerte staatliche Projekte, die unwirtschaftlich sind, verhindern. Auch hier widerspricht Stuttgart 21 dem Programm fundamental. Durch Stuttgart 21 haben sich die etablierten Parteien als käuflich und antimarktwirtschaftlich erwiesen. Ich weise Ihre dümmliche Anschuldigung, linksgrün indoktriniert zu sein, aufs Schärfste zurück. Ich kann selber und unabhängig denken. Ich lasse mich von Nichts Niemandem indoktrinieren. Ich habe eher den Eindruck, daß die meisten Proler in diesem Forum indoktriniert sind von den PR-Agenturen, die die Werbung für S 21 zu verantworten haben und den Lohnschreibern in diesem Forum, die ständig Sprechblasen absondern, die üblichen eisenbahntechnischen und physikalischen Auffassungen Hohn sprechen.
@Erika
Ich möchte im Folgenden die Argumente und Darstellungen etwas entzerren. Fangen wir mit der ersten Aussage von 'Erika' an: 'Da beschreibt ein Forist, hier MIKE, leicht verständlich und mit klarer Logik die heutigen gesellschaftspolitischen Zusammenhänge.'. Klare Logik? Es handelt sich um unbelegte Anschuldigungen. Da ist der Kapitalismus wieder an allem schuld, und es werden Sinnketten erzeugt, die einem Simplizismus entspringen. Es gibt wesentlich mehr Einflüsse als dargestellt wird. _________________________________________________________________ 'die wahrlich nicht zu leugnen sind,' Und da ist es wieder. Der Absolutheitsanspruch der Wahrheit der Gegner. Mittlerweile kann ich darüber lachen, wenn ich ihn sehe, denn er führt meistens zu weiteren Abstrusitäten, wie im nächsten Nebensatz sichtbar: 'und prompt beeilen sich die S21-Lohnschreiber[...]'. Oh je. Wenn ich Geld für diesen Spaß kriegen würde, würde ich wahscheinlich öfter schreiben. Naja, wenn man sich nicht zu helfen weiß, ist es eben eine Verschwörung, nicht wahr? Klar, man muss es sich nur zurecht drücken. ____________________________________________________________ Und zuletzt: 'Gut, dass es noch selber denkende und interessierte Menschen gibt. Danke, MIKE!' Ich möchte diesen Satz korrigieren: 'Gut, dass es nicht mehr selbst denkende Menschen gibt, die alles der S21-Gurus nachbeten. Sonst hätten wir nichts zu lachen! Danke, MIKE!'