Stuttgart 21 Das Grundwasser erhitzt die Gemüter

Von Markus Heffner und  

Während im Mittleren Schlossgarten die Vorbereitungen für den eigentlichen Bahnhofsbau andauern, tut sich auf dem Gelände des Grundwassermanagements nichts. Foto: Zweygarth 35 Bilder
Während im Mittleren Schlossgarten die Vorbereitungen für den eigentlichen Bahnhofsbau andauern, tut sich auf dem Gelände des Grundwassermanagements nichts.Foto: Zweygarth

Stuttgart - Die Bahn AG muss für den geplanten Bau des Tiefbahnhofs im Stuttgarter Talkessel mehr Grundwasser abpumpen als ursprünglich geplant. Fest steht nun, dass das für eine Genehmigung dieser Maßnahme notwendige Planänderungsverfahren am Montag beginnt. Parallel dazu will der Schienenkonzern noch Mitte September via Internet eine Informationsveranstaltung für Bürger zu dem brisanten Thema durchführen – jedoch nicht in der ursprünglich mit der Stadt vereinbarten Form, was hinter den Kulissen für Zwist sorgt.

Denn nach dem Willen im Rathaus hätte es auch im Blick auf das Grundwassermanagement ein breit angelegtes, von dem Konfliktforscher Ortwin Renn moderiertes Bürgerforum geben sollen, das sich bei der Debatte über die Verwendung der abgeholzten Bäume aus dem Schlossgarten bewährt hat. Dessen Elemente: ein Steuerungskreis aus Vertretern von Stadt und Bahn, ein Expertenforum und Dialogveranstaltungen. OB Wolfgang Schuster (CDU) macht kein Hehl daraus, dass ihm dieses Modell auch für die Information und Diskussion zum Grundwasser als geeignet erschien. „Wir haben das Bürgerforum als Plattform angeboten“, lässt er seinen Sprecher Sven Matis erklären: „Wir legen größten Wert darauf, dass die Bürger umfassend und verständlich informiert werden.“ Wie das geschehe, sei aber eine Entscheidung der Bahn. Auch die Grünen im Gemeinderat mahnen ein Bürgerforum an. Die Bahn müsse Rede und Antwort stehen.

Für die Bahn haben sich die Prämissen geändert

Diese wiederum hat sich inzwischen auf ein neues Format festgelegt – eine Informationsveranstaltung via Internet, eine Art Bürgerforum „light“. Schließlich, so das Argument des Hausjuristen der Bahn, Josef-Walter Kirchberg, hätten sich die Prämissen inzwischen geändert: Anders als gedacht, finde das Planänderungsverfahren zum Grundwassermanagement nun mit öffentlicher Beteiligung statt. In diesem Verfahren hätten auch die Bürger die Möglichkeit, ihre Bedenken einzubringen. Ein Bürgerforum im ursprünglich angedachten Sinne erscheine vor diesem Hintergrund nicht opportun. Oberstes Ziel bleibe aber eine umfassende und transparente Information der Bürger.

  Artikel teilen
111 KommentareKommentar schreiben

O. Stotz bleibt die Spucke weg,: deshalb kann jetzt gebaut werden. Die Grube ist trocken dank O. Stotz.

@ den falschen Jögern von Pauli: Warum wurde die Seite von Fa. Hölscher denn nicht aktualisiert? Glaubt man denn nicht mehr an das Projekt?

Nun ja, wr Informierten können ja nun: auch nicht alles wissen, sind aber doch viel informierter, als die Dummbürger. Wenn das mit den 3 Anlagen doch aber im Internt zu lesen ist, MUSS es doch stimmen, oder? Außerdem hat dies ja von öffentlicher Stelle noch niemand dementiert, das ist ja wohl Beweiß genug. Oben bleiben - Köpfchen zeigen!

123, 16:48 Uhr: Bitte blamieren Sie doch den Widerstand nicht schon wieder mit dummen Geschreibsel.- Es tauchen auf der Internetseite der Fa., die diese baut, nicht auf einmal drei Anlagen auf, Sie haben bisher leider einfach nur geschlafen. - Tatsächlich steht das seit Jahren so auf dieser Seite, es wurde dort einfach nicht aktualisiert, dass das GWM zentralisiert wurde und statt ursprünglich 3 Anlagen eine zentrale Anlage errichtet wurde.

O. Stotz weiß es genau...: ...das Plagiat von seinem Spezi Klartext ist Rocky. Ich frage mich nur: ist es 'Rocky I' oder etwa 'Rocky II' oder gar 'Rocky III'? ich muss mir noch mal die Filme reinziehen - vielleicht erhalte ich da einen Anhaltspunkt. Am Beton kann es doch nicht liegen, oder doch Herr Stotz? grins.

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.