Stuttgart 21 Die Stadt soll Turmgutachten finanzieren

Von hef 

Die Grünen im Stuttgarter Gemeinderat wollen endgültig klären lassen, ob der Bahnhofsturm in Stuttgart nun auf Holz oder Beton steht. Das entsprechende Gutachten soll die Stadt bezahlen, heißt es in einem Antrag.

Holz oder Beton: Frage will die Grünen-Fraktion nun ein für alle Mal geklärt wissen. Foto: dpa 14 Bilder
Holz oder Beton: Frage will die Grünen-Fraktion nun ein für alle Mal geklärt wissen.Foto: dpa

Stuttgart - Steht der Turm des Stuttgarter Hauptbahnhofs nun auf Holzpfählen oder aber auf Pfeilern aus Eisenbeton? Diese zuletzt bei der Erörterungsverhandlung zum Grundwassermanagement von Stuttgart 21 heftig diskutierte Frage will die Grünen-Fraktion nun ein für alle Mal geklärt wissen. Die Fraktion fordert in einem Antrag an die Stadtverwaltung, dass diese an die Bahn das Ansinnen richtet, „den wissenschaftlichen Nachweis über die Turmgründung auf städtische Kosten durchführen zu lassen“.

Die Sachverständigen der Bahn gehen davon aus, dass der Bonatz-Bau auf 289 Eisenbetonpfählen gegründet wurde. Diese Aussage stützen sie unter anderem auf einen Eintrag im „Handbuch für Eisenbetonbau“ von 1922, in dem die Fundamentarbeiten beschrieben werden. In anderen historischen Dokumenten wiederum steht, dass Teile des Bonatz-Baus auf Holzpfählen errichtet wurden. Dafür sprechen Augenzeugenberichte und Zeitungsfotos, auf denen zu sehen ist, wie Arbeiter während des Fundamentbaus mit langen Holzpfählen hantieren.

Grüne: Erster großer Riss im Turm sichtbar

Die Behauptung der Bahn, der Turm des Hauptbahnhofs sei auf Eisenbetonpfählen gegründet, werde auch in Expertenkreisen stark angezweifelt, schreiben die Grünen in ihrem Antrag. Sollten tatsächlich Holzpfähle verwendet worden sein, worauf vieles hindeute, wäre das bei einer Absenkung des Grundwassers mit nicht planbaren Folgen für den Bahnhofsturm verbunden, da die Pfähle dann faulen und ihre Tragfähigkeit verlieren würden. Im April dieses Jahres sei bereits ein erster großer Riss im Turm entdeckt worden, der unter permanente Beobachtung gestellt werden müsse.

Das Landesamt für Geologie habe während der Erörterung betont, dass im Falle einer Holzgründung weitere Sicherungsprüfungen erforderlich wären. Das Umweltamt Stuttgart halte es sogar für geboten, so Fraktionschef Peter Pätzold, der Bahn das Wasserrecht zu entziehen, falls nicht ausschließlich Eisenpfähle verwendet wurden. Experten von der Ingenieurgesellschaft Professor Kobus und Partner hätten zudem bereits im August 2010 gefordert, dass die Frage der Eichenpfahlgründung unverzüglich und eindeutig geklärt und ein verbindlicher geotechnischer Nachweis zur Standsicherheit des Bonatz-Baus erbracht wird. „Wie könnten die im Haushalt der Stadt eingestellten Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit von Stuttgart 21 besser eingesetzt werden“, so Pätzold, „als für die Öffentlichkeit endlich Klarheit zu schaffen?“

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208 Kommentare Kommentar schreiben

SEP 19 Belustigter, 18:22 Uhr: „haben wir doch schon 1000mal. Wenn ihr weder lesen noch verstehen könnt - euer Problem.“ Dann zum 10001mal aufgreifend ein Zitat eines anderen Prolers das doch sicher in ihrem Sinn ist „„dass sich eine Minderheit den eindeutigen wissenschaftlichen Belegen hartnäckig verweigert,... „ Dann legen sie doch die EINDEUTIGEN und vor allen WISSENSCHAFTLICHEN Belege für die behauptete höhere Leistungsfähigkeit des Tiefbahnhofes vor. Aber bitte nicht mit Stresstest und Personenstromanalyse kommen, die Forderung lautete W I S S E N S C H A F T L I C H

Aufdecker, 15:27 Uhr: Sie sind wirklich der Meinung, dass Bauingenieur mir eine sachliche Frage gestellt hat? Dann haben Sie die vielen dummen Fragen und Bemerkungen von BI noch nicht gelesen. Lesen Sie einfach mal die vielen Kommentare von ihm hier und in anderen Artikeln der StZ durch und sie werden merken, dass sachlich was anderes ist. BI nervt einfach mit seinen dummen Kommentaren. Daher mein aggressiver Kommentar.

@Belustigter: Einmal .............: aber nicht nur mit Sprüchen und Wiederholungen derselben würde genügen! 100 mal die gleichen leeren Phrasen zu dreschen, bedeutet nicht, dass die Lügen, die darin liegen, deshalb wahr werden! Einfach: EINMAL konkrete Aussagen machen, die mit Fakten, Zahlen, BEWEISEN, Gutachten etc. belegt werden können (mit Quellenangabe versteht sich!). Aber das "belustigt" Sie dann wahrscheinlich nicht mehr so - weil Sie das nicht können! Sie spielen sich lieber "belustigt" auf! Wir sind aber in Stuttgart nicht in einem Zirkus mit Clowns - dort handelt es sich um reelle Fakten!

Aufdecker, 15:27 Uhr Warum könnt ihr Befürworter denn eure Behauptungen nicht mit Fakten, Belegen, Quellen, Gutachten etc. untermauern?: haben wir doch schon 1000mal. Wenn ihr weder lesen noch verstehen könnt - euer Problem. Irgendwann ist es verlorene Liebesmüh.

Eine einfache Frage kann nicht geklärt werden. : Weil sie zu brisant ist.

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