Stuttgart 21 Vorarbeiten für Tunnelbau

Von Markus Heffner 

Im Stadtbezirk Wangen und im Norden der Stadt laufen die Arbeiten für den Bau der unterirdischen Zuführungsstrecken von Stuttgart 21.

In den vergangenen Wochen ist der Schachtbau für den Tunnel vom Neckartal in Richtung des neuen Durchgangsbahnhofs vorbereitet worden. Foto: StZ
In den vergangenen Wochen ist der Schachtbau für den Tunnel vom Neckartal in Richtung des neuen Durchgangsbahnhofs vorbereitet worden.Foto: StZ

Stuttgart - Nachdem im Bereich der Innenstadt rund um den Hauptbahnhof bereits einige Baustellen für Stuttgart 21 eingerichtet worden sind, wird das Bahnprojekt in dieser Woche auch in den Neckarvororten sichtbar und spürbar. Im Zuge der Vorarbeiten für den anstehenden Tunnelbau wird von diesem Mittwoch an im Stadtbezirk Wangen an der Ulmer Straße ein sogenannter Zwischenangriff vorbereitet. Dabei wird zunächst ein senkrechter Schacht angelegt, über den in den nächsten Monaten dann der Bau der beiden Tunnelröhren zwischen dem neuen Stuttgarter Tiefbahnhof und Ober-/Untertürkheim bergmännisch vorgetrieben werden soll.

Über diese unterirdischen Zuführungen soll der neue Bahnknoten in Ober- und Untertürkheim an die heute bestehenden Bahnstrecken angebunden werden. Darüber hinaus ist dieser Abschnitt nach seiner Inbetriebnahme Teil des neuen Stuttgarter Schienenrings, der dann auch den Hauptbahnhof mit dem neuen Abstellbahnhof in Untertürkheim verbindet.

Projektgegner haben den Transport blockiert

Die Anlieferung des Großbohrgeräts, mit dem die Pfähle für den Zwischenangriff in den Untergrund eingebracht werden, wurde in der Nacht zum Dienstag in der Ulmer Straße von rund 30 Projektgegnern blockiert. Laut einem Polizeisprecher mussten einige Aktivisten weggetragen werden, um Platz für den Schwertransport zu schaffen. Die Bauarbeiten selbst werden laut Bahnsprecher werktags von etwa 7 bis 20 Uhr ausgeführt. Die Bahn sei bemüht, so der Sprecher, die Störungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten.

Gleichzeitig laufen auch im Stuttgarter Stadtbezirk Nord am ehemaligen äußeren Nordbahnhof sowie im Bereich des Pragtunnels die Vorarbeiten für den Bau der unterirdischen Zuführungsstrecken nach Feuerbach und nach Bad Cannstatt. Auch für den Bau dieser Tunnelröhren soll in den nächsten Monaten mit dem bergmännischen Vortrieb begonnen werden.

  Artikel teilen
280 KommentareKommentar schreiben

JUN 01 spötter, 11:48 Uhr noch ein versuch die Rechtslage zu klären: „Aber I M M O M E N T ist das Projekt finanziert“., weil von dem genehmigten FinanzierungsBEDARF von 6,5 MRD EURO erst ca. 1 Mrd real ausgegeben wurden. Für die Differenz zum FinanzierungsVERTRAG von 2 Mrd EUR tritt die Bahn zunächst in Vorlage und will dies über die Sprechklausel „regeln“ mit völlig ungewissen Ausgang. Kurzum: Es gibt keine rechtsverbindliche Regelung wie die „offiziell“ 6,8 Mrd Kosten aufgebracht werden sollen. Theoretisch könnte ja der nächste Bahnvorstand sagen, auch bei uns ist bei 4,5 Mrd Schluss. Mehr wurde nicht behauptet

noch ein versuch: Garibaldi, 13:28 Uhr, sollte ihr satz von der nicht vorhandenen planung, finanzierung etc. auf k 21 gemünzt gewesen sein, bitte ich um entschuldigung. das ist mir raus. ob ich sie aber zu unrecht als lügner bezeichnet habe steht noch aus. da ist immer noch der sprachwissenschaftler den ich ihnen nicht abnehme. bei so manchem falschen satzbau, missachteten kommaregeln und diversen rechtschreibfehlern ..... jetzt aber das beleidigte leberwürstchen spielen und behaupten ich hätte das mit absicht falsch verstanden um sie einen lügner nennen zu können ..... tststs. ----------------------------------------------------------------------------------------------- sie haben die detailkenntnisse des eisenbahner pro s 21 bewundernd anerkannt? bleibt ihnen ja auch nichts anderes übrig. er hat sie ja diese detailkenntnisse. während herr schwab nur schwafelt. was soll ich bei dem herrn bewundernd anerkennen? einseitig ist hier wohl jeder. der eine pro, der andere anti. ----------------------------------------------------------------------------------------------- ich werde jetzt nicht sagen sie lügen. ich sage sie haben einfach keine oder nur wenig ahnung. s 21 ist finanziert. die projektpartner bezahlen das was in ihrem vertrag steht, die bahn hat ihren anteil um 2 milliarden erhöht und somit ist das ding finanziert. vielleicht ist ihnen das alles etwas zu groß. ein beispiel von was kleinerem. sie bauen sich ein häuschen im grünen, klein aber fein. ihr architekt ermittelt vorab die kosten, damit gehen sie zu ihrer bank, die stellt die kohle bereit. also ist ihr haus finanziert. auch wenn später kosten dazukommen. ob es jetzt an unvorhergesehenem liegt, oder weil sie goldene armaturen wollen ist schietegal, im moment ist das ding finanziert. so ist es auch bei s 21. sollten noch kosten kommen, beim tunnelbau oder weil der untergrund in stuttgart noch schlechter ist als jetzt bekannt, wird das aus dem topf genommen den die bahn angelegt hat. reicht der nicht (reiner spekulatius) dann muss die bahn eben nochmals zuschießen. ABER IM MOMENT IST DAS PROJEKT FINANZIERT. ----------------------------------------------------------------------------------------------- dass die bahn auf bahneigenem gelände ohne planfeststellung bauen kann ist auch so eine mär die gerne erzählt wird. natürlich kann die bahn ohne planfeststellung weichen und gleise ersetzen, ihre bahnsteige neu plätteln, lampen in der bahnhofshalle austauschen, malern und im klo fliesen legen. aber schon wenn es an die sanierung des gleisvorfelds geht kommen sie ohne planfeststellung nicht mehr aus. wissen sie, dass die k21er die alten nicht mehr genutzten gepäckbahnsteige raus nehmen wollen, die gleise zusammenlegen, die anzahl der gleise verringern und die bestehenden bahnsteige verbreitern wollen? das geht alles ohne planfeststellung? ----------------------------------------------------------------------------------------------- Stuttgarter, 22:59 Uhr, ausgerechnet sie? sie bezichtigen mich der lüge? ausgerechnet sie?

MAI 31 Klartext, 15:41 Uhr Stuttgarter: Richtig, die NVBW hat bestätigt, dass mit den ihr ZUR VERFÜGUNG STEHENDEN Daten 50 Züge möglich sind, vorbehaltlich - von der Bahn aufzu zeigenden - Fehlern bei den Eingabedaten. Also wo ist die FACHLICHE Widerllegung der Bahn?

Stuttgarter: Die NVBW hat bestätigt, dass die Untersuchung von V & R auf NICHT verbindlichen Daten basiert und sie selbst nicht in der Lage ist, eine solche Untersuchung durchzuführen. Was SIE daraus lesen, ist völlig unerheblich.

Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg hat 50 Züge für den Kopfbahnhof bestätigt – lediglich mit einschränkendem Verweis auf die Datenquellen: @ Klartext. Selbstverständlich hat die NVBW 50 Züge für den Kopfbahnhof bestätigt. ###### Lesen wir doch mal, was die NVBW so schreibt: „….Bei den übrigen 13 zusätzlichen Zügen (d.h. bezüglich der Gesamtzahl von 50 Zügen für den heutigen Kopfbahnhof) wurden solche eindeutigen Ausschlusskriterien nicht festgestellt, so dass deren Führung in den Kopfbahnhof grundsätzlich möglich erscheint. Es muss aber – wie einleitend bereits erläutert – nochmals festgestellt werden, dass sowohl die Untersuchung der Vieregg-Rössler GmbH, als auch die Prüfung durch die NVBW hinsichtlich Infrastruktur bzw. Fahrzeiten nicht auf verbindlichen Daten des Infrastrukturbetreibers DB NetzAG basieren.“ ###### Die NVBW hat also die 50 Züge bestätigt. Sie hat lediglich einschränkend darauf verwiesen, dass keine verbindlichen Daten der DB Netz AG für diese Prüfung zur Verfügung stehen. Das ist auch kein Wunder, schließlich blockt die Bahn alles, was irgendwie mit der Kapazitätsbeurteilung des Kopfbahnhofs zu tun hat, panisch ab. Weder veröffentlicht die Bahn AG Leistungsvergleiche zwischen Kopf- und Tunnelbahnhof (ich bin davon überzeugt, dass sie diesen Vergleich gemacht hat und ihn unter Verschluss hält), noch stellt sie interne Daten hierzu zur Verfügung. ###### Schon die (un-?)vergessene Frau Gönner hat in der „Alle-Fakten-auf-den-Tisch“-Schlichtung das von ihr eigens angeforderte Gutachten, in dem ein Patt bezüglich der Reisezeiten von Kopf- und Tunnelbahnhof festgehalten ist, lieber in ihrer Schublade liegen lassen. ###### Ganz grundsätzlich stellt sich die Frage: Warum sollte man den Datenangaben der Bahn AG denn überhaupt trauen? Schon die Wirtschaftsprüfer, wie auch SMA, wurden von der Bahn lediglich mit selektiven Zahlenangaben versorgt, und konnten lediglich auf dieser Basis Prüfungen anstellen. Eine Einblicknahme in alle Dokumente war ausdrücklich untersagt. ###### Wer sagt also, dass die Bahn überhaupt die richtigen Zahlen rauslassen würde? Konnte man den bisherigen Kostenangaben trauen? Konnte man den Angaben zur abzupumpenden Grundwassermenge trauen? Sind da freiu verfügbare, objektive Daten nicht glaubwürdiger als die Daten eines am Bau von S21 interessierten Konzerns?

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.