VfB Stuttgart gegen Hannover 96 Die Serie ist gerissen

Von red/dpa 

Die beste Mannschaft der Rückrunde hat gegen den Tabellenletzten verloren. Der VfB Stuttgart vergab gegen Hannover 96 zu viele Torchancen.

Kravets (vorne links) und Rupp (vorne rechts) vom VfB Stuttgart nach der Niederlage gegen Hannover 96. Foto: Bongarts/Getty Images 15 Bilder
Kravets (vorne links) und Rupp (vorne rechts) vom VfB Stuttgart nach der Niederlage gegen Hannover 96.Foto: Bongarts/Getty Images

Stuttgart - Hannover 96 hat seine erschreckende Pleitenserie gestoppt und den ersten Sieg unter Trainer Thomas Schaaf gefeiert. Das Schlusslicht der Fußball-Bundesliga erreichte nach zuvor acht Niederlagen am Stück einen glücklichen 2:1 (1:1)-Sieg beim VfB Stuttgart und kann damit wieder neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt schöpfen. Die Schwaben mussten sich indes nach acht Partien erstmals wieder geschlagen geben und verpassten die große Chance, näher an die Europa-League-Plätze heranzurücken. Timo Werner sorgte vor 54.356 Zuschauern bei herrlichem Wetter mit seinem fünften Saisontor für die VfB-Führung (18. Minute). Hannovers starker Kapitän Christian Schulz war zweimal per Kopf erfolgreich (32. und 83.).

Hannover präsentierte sich keinesfalls wie ein Tabellenletzter. Die Niedersachsen ergriffen von Beginn an die Initiative. Die sehr verhalten startenden Stuttgarter taten sich lange schwer, selbst Druck zu erzeugen. Immer wieder schoben sie in der eigenen Hälfte den Ball hin und her, weil sich vorne keine Anspielstationen anboten.

Bessere Chancen für Hannover 96 zu Beginn

Folgerichtig hatte Hannover in den ersten 20 Minuten nicht nur deutlich mehr Spielanteile, sondern auch die besseren Chancen. Zweimal Iver Fossum (4. und 20.) und Kenan Karaman (9.) scheiterten jedoch jeweils am guten VfB-Keeper Przemyslaw Tyton. Zu dem Zeitpunkt völlig überraschend gingen die Schwaben in Führung: Mittelstürmer Timo Werner nutzte die erste Möglichkeit per Kopf nach einem Freistoß von Alexandru Maxim. Der Rumäne ersetzte den gelb-gesperrten Spielmacher Daniel Didavi.

Nun kamen die Platzherren stärker auf und bestimmten mehr und mehr das Geschehen. In dieser Phase glückte Kapitän Schulz ebenfalls per Kopfball und nach einem Freistoß von Hiroshi Kiyotake der verdiente ausgleich. Pech hatte der VfB, als zunächst Christian Genter an 96-Torhüter Ron-Robert Zieler scheiterte (36.) und dann Verteidiger Oliver Sorg den wuchtigen Kopfball von Stuttgarts Abwehrchef Georg Niedermeier auf der Linie klären konnte (37.).

VfB Stuttgart vergab Chancen

Auch nach dem Seitenwechsel leistete Hannover beherzt Gegenwehr und gestaltete das Geschehen weitgehend ausgeglichen. Allerdings konnten an diesem Tag auch einige Stuttgarter wie Lukas Rupp oder Filip Kostic nicht an ihre starken Leistungen zuletzt anknüpfen.

Der VfB erhöhte dennoch den Druck. Nach 66 Minuten verhinderte erneut Sorg auf der Linie einen Rückstand, als er einen Schuss von Maxim abwehrte. Werner vergab dann eine große Chance: Freistehend vor dem Tor schob er den Ball am Pfosten vorbei (75.). Wenig später rettete Zieler glänzend gegen den allein auf ihn zustürmenden Kostic (78.). Die Niedersachsen kamen nun kaum noch zu befreienden Kontern. Aber die eine Möglichkeit nutzte erneut Schulz nach einem Freistoß. Der VfB hatte noch mehrere Chancen zum Ausgleich, vergab aber alle.

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6 KommentareKommentar schreiben

Ohje...:: ....Aufbaugegner VfB...

Naja: Wenn solche Chancen vergeben werden, kann man nicht gewinnen. Gegen den Tabellenletzten musst eigentlich punkten. Maxim ist kein Didavi-Ersatz, entweder bringt er es einfach nicht, oder er hat noch nicht seine richtige Position gefunden.

Veredient verloren: Schon gegen Schalke war die Überheblichkeit unübersehbar. Heute gegen H96 hat man sich bzgl. Dussligkeit "vorn und Hinten" überboten. So Herr Krmany, mal sehen wie es jetzt gegen Gladbach&Hoffenheim weitergeht, mir "schwahnt nichts Gutes".

Unzutrfeffend: Die Bezeichnung "Dusseligkeit von und hinten" kann man als zutreffend erachten. Aber von "Überheblichkeit", lieber Herr Wiesinger, war weit und breit nichts zu sehen. Die Jungs haben sich reingehauen wie immer.

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