Anreise
Vietnam Airlines fliegt als einzige Fluggesellschaft nonstop von Frankfurt nach Hanoi ab 800 Euro in der Economy, ab 1120 Euro in der Deluxe Economy und ab 2160 Euro in der Business-Class. Rail & Fly gegen Aufpreis von 20 Euro, www.vietnamairlines.com .

 

Unterkunft
Mövenpick Hanoi, stilvolles Boutique-Hotel im Französischen Viertel, DZ ab ca. 67 Euro, www.moevenpick-hotels.com.

Ancient House Riverside (4 Sterne) in Hoi An: Familiengeführtes schönes Haus mit Pool und Garten, DZ ab ca. 40 Euro, www.ancienthouseresort.com .

Angsana Lang Co Resort bei Da Nang, luxuriöses Strandresort mit 350 (!) m langem Pool direkt am Meer, DZ ab ca. 280 Euro, www.angsana.com .

Pilgrimage Village in Hue, traumhaft schönes Haus mit tropischem Garten der Gruppe Small Luxury Hotels, DZ ab ca. 160 Euro, www.pilgrimagevillage.com .

Hoi An fiel in einen Dornröschenschlaf. Selbst in den Kriegen des 20. Jahrhunderts fanden hier keinerlei Kampfhandlungen oder Bombardements statt. Der Name der Stadt bedeutet „friedliche Gemeinschaft“. Das ist Hoi An noch heute. Es hat nur knapp 80 000 Einwohner. Seine hinreißend schöne Altstadt ist zum Unesco-Weltkulturerbe geadelt worden. In den einstigen Kontoren und Lagerhäusern werden heute Souvenirs aus Seide angeboten, bunte Stofflampions etwa, die in örtlichen Werkstätten gefertigt werden. Schneider bieten Maßkleidung, über Nacht mit heißer Nadel fehlerfrei genäht. Wenn es dunkel wird, glimmen Laternen vor den Restaurants und Cafés.

Aber man kann hier nicht nur gut essen, sondern auch gut kochen lernen. In Kochschulen wird vermittelt, was vietnamesische Küche ausmacht. Und wenn man gerade die erste Pho-Nudelsuppe mit eigener Hand rührt, darf draußen ruhig der Regen rauschen. Immer in der Nacht vor Vollmond verwandelt sich Hoi An in ein mondsüchtig-zauberisches Wunderland. Lampions und Laternen sind nun die einzige Beleuchtung. Auf dem Fluss treiben schwimmende Lichter. Hoi An ist wie Indochina in einem alten Film: träge, gelassen, voller exotischer Details. Zwischen Hoi An und Hue, der alten Kaiserstadt, liegt der „Wolkenpass“, der als Wetterscheide gilt.

Auch Hue, Hauptstadt des Landes von 1802 bis 1945, ist Unesco-Welterbe

Und wirklich, der Himmel reißt endlich auf. Hue bedeutet Harmonie, aber anders als Hoi An hat die Stadt am „Parfümfluss“ Schreckliches erlebt und erlitten. Die Grenze zwischen Nord- und Südvietnam verlief einst nahe der Stadt, die während des Vietnamkrieges Schauplatz erbitterter Kämpfe war. Nichts von diesen Schrecken ist heute mehr zu spüren. Auch Hue, Hauptstadt des Landes von 1802 bis 1945, ist Unesco-Welterbe. Die Zitadelle ist „außen französisch, innen aber durch und durch chinesisch“, erklärt Nam, der hiesige Guide. Die vietnamesischen Kaiser ließen hier eine repräsentative Anlage nach dem Vorbild der Verbotenen Stadt in Peking errichten.

Viele der prachtvollen Gebäude wurden zerstört, aber es wird seit Jahrzehnten restauriert und alles getan, um den alten Glanz neu auferstehen zu lassen. Riesig ist das Terrain im Innern der Zitadelle. Tore, Tempel, Versammlungshallen und Paläste wechseln sich ab. Kein Verkehr lärmt, man schlendert zu Fuß durch das Areal, muss dauern stehen bleiben, um ein Relief, einen Lotosblumenteich, eine Drachenstatue zu bewundern. Das Hue außerhalb der Festungsmauern ist ein Musterbeispiel jener typischen vietnamesischen Umtriebigkeit, die nie ihre Gelassenheit verliert. Wer sich im Berufsverkehr mit einem „Cyclo“, wie hier Fahrrad-Rikschas genannt werden, durch die aberwitzige Choreografie des Zweiradverkehrs steuern lässt, vergisst am besten alle bekannten Verkehrsregeln ebenso wie alle Ängste und vertraut auf Ho-Chi-Minhs Schutz, der salbungsvoll von quietschrosa Plakaten lächelt, als wolle er sagen: Keine Angst vor dem Chaos, ihr Langnasen, alles wird gut!

Zurück in Hanoi bleiben noch der Besuch des Literaturtempels und ein letztes Essen in einer Garküche an der Straßenecke. Diesmal ist es nicht Pho, sondern Bun Chao, ebenfalls eine Suppe mit Reisnudeln, aber zusätzlich mit Fleischklößchen und vielen frischen Kräutern, die man sich nach Lust und Laune unterrührt. Nicht einmal zwei Euro kostet dieses Mahl inklusive Getränken. Dann setzt zum Abschied noch einmal ein tropischer Starkregen ein, und die Frauen, die das Geschirr auf dem Trottoir spülen, lächeln, weil ihnen der Himmel beim Abwasch zu helfen scheint.

So wird das Wetter für die Weltreise

Infos zu Vietnam

Anreise
Vietnam Airlines fliegt als einzige Fluggesellschaft nonstop von Frankfurt nach Hanoi ab 800 Euro in der Economy, ab 1120 Euro in der Deluxe Economy und ab 2160 Euro in der Business-Class. Rail & Fly gegen Aufpreis von 20 Euro, www.vietnamairlines.com .

Unterkunft
Mövenpick Hanoi, stilvolles Boutique-Hotel im Französischen Viertel, DZ ab ca. 67 Euro, www.moevenpick-hotels.com.

Ancient House Riverside (4 Sterne) in Hoi An: Familiengeführtes schönes Haus mit Pool und Garten, DZ ab ca. 40 Euro, www.ancienthouseresort.com .

Angsana Lang Co Resort bei Da Nang, luxuriöses Strandresort mit 350 (!) m langem Pool direkt am Meer, DZ ab ca. 280 Euro, www.angsana.com .

Pilgrimage Village in Hue, traumhaft schönes Haus mit tropischem Garten der Gruppe Small Luxury Hotels, DZ ab ca. 160 Euro, www.pilgrimagevillage.com .

Pauschal nach Vietnam: Zahlreiche Veranstalter haben Vietnam als Rundreise im Programm (z. B. in Kombination mit Laos und Kambodscha). Indochina Travels in Frankfurt bietet eine 16-tägige Vietnam-Rundreise mit Flug ab 1777 Euro an, www.indochinatravels.com . Wer pauschal bucht, kann sein Visum direkt am Zielflughafen bei der Einreise erhalten.

Allgemeine Informationen
Beste Reisezeit sind März/April sowie Oktober/ November für den Norden, März bis September für Zentralvietnam. Vietnam hat kein Tourismusbüro in Deutschland. Infos deshalb über Reiseveranstalter oder bei www.vietnamtourism.com bzw. bei www.vietnambotschaft.org .

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