Zum Tod des Sängers Chris Cornell Ein Mann mit Reibeisenfaktor

Von Bernd Haasis 

Er war ein großer Sänger und mit seiner Band Soundgarden neben Kurt Cobain und Nirvana einer der Protagonisten der Grunge-Bewegung der frühen 90er Jahre. Nun ist Chris Cornell überraschend im Alter von 52 Jahren gestorben.

Große Stimme und Präsenz:  Soundgarden-Sänger  Chris Cornell ist tot. Foto: AP
Große Stimme und Präsenz: Soundgarden-Sänger Chris Cornell ist tot. Foto: AP

Stuttgart - Er war ein Rocksänger mit unverwechselbarer Stimme, Bühnenpräsenz und eigenen Songs: Chris Cornells Stimme hatte Volumen im Bass, enorme Reserven nach oben und einen charakteristischen Reibeisenfaktor. Am Donnerstag wurde bekannt, dass Chris Cornell nach einem Auftritt mit Soundgarden in Detroit überraschend gestorben ist. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Er wurde 52 Jahre alt.

Geboren 1964 in Seattle, gehörte er mit seiner Band Soundgarden und Kollegen wie Nirvana und Pearl Jam zu den Protagonisten der Grunge-Bewegung, die Anfang der 90er Jahre die Rockmusik neu definierte.

Zu Cornells großen Kompositionen gehört der Song „Black Hole Sun“ vom Soundgarden-Album „Superunknown“ (1994), der den Klang der 90er Jahre zusammenfasst und zugleich den Beatles und Pink Floyd einen sehr gegenwärtigen Tribut zollte. Der Jazzpianist Brad Mehldau, der Crooner Paul Anka und andere haben bemerkenswerte Coverversionen aufgenommen. 2001 gründete Cornell mit Tom Morello, Tim Commerford und Brad Wilk von Rage Against the Machine die Supergroup Audioslave, aus deren explosivem Hardrock-Sound der Sänger stimmgewaltig herausstach.

Als Solokünstler setzte Cornell eher auf Singer-Songwriter-Pop, steuerte 2006 zum Bond-Film „Casino Royale“ den Titelsong „You Know My Name“ bei und zuletzt 2016 eine Coverversion der Ballade „Stay With Me“ für die Serie „Vinyl“ (2016).