Affenbaby in der Stuttgarter Wilhelma Wieder Nachwuchs bei den Bonobos

Von hah 

Im Affenhaus der Wilhelma tummeln sich derzeit drei Säuglinge bei den Bonobos. Die baulichen Mängel, die in den vergangenen Jahren zum Tod von zwei Tieren geführt hatten, sieht der Tierpark inzwischen als behoben an.

Der jüngste Nachwuchs bei den Bonobos hat noch keinen Namen. Foto: Katharina Schäfler
Der jüngste Nachwuchs bei den Bonobos hat noch keinen Namen.Foto: Katharina Schäfler

Stuttgart - Im Menschenaffenhaus der Wilhelma tummeln sich derzeit drei Säuglinge bei den Bonobos. Nachdem das ­Geheimnis um das Geschlecht und die Vaterschaft des Ende November geborenen Bonobo-Babys in der vergangenen Woche gelüftet wurde, gab es am vergangenen Samstag erneut Nachwuchs bei der Schimpansenart. Damit sieht der Zoo die baulichen Mängel, die in den vergangenen Jahren zum Tod von zwei Tieren geführt hatten, inzwischen als behoben an.

Einen Namen hat der jüngste Spross bislang noch nicht. „Das Kleine trinkt und guckt interessiert herum“, sagt Maik Denli, der stellvertretende Revierleiter der Menschenaffenpfleger. „Die Mutter hält ihr Baby gut und bemüht sich sehr darum.“

Das erste Kind der Affenmutter starb vor einem Jahr

Die Mutter des Affenbabys heißt Banbo (13). Sie selbst war im englischen Zoo Twycross von Hand aufgezogen worden, weil ihre Mutter sie nicht angenommen hatte. Die Affendame kam im Jahr 2005 nach ­Stuttgart und wurde hier in die Gruppe ­eingewöhnt. Dass Banbo mit eigenem Nachwuchs umzugehen weiß, hatte sie ­bereits 2013 mit ihrer ersten Tochter Alima bewiesen. Ihre Erstgeborene hatte Banbo jedoch leider vor einem Jahr durch eine Lungenentzündung verloren.

Im Januar 2015 sowie ein Jahr zuvor war jeweils ein Bonobo gestorben. Als Grund wurden bauliche Probleme im noch recht neuen Menschenaffenhaus identifiziert. „Gerade bei den kleinen Affen ist das Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt“, erklärt Harald Knitter von der Wilhelma. „Wir haben aber heute den festen Eindruck, dass die Verbesserungen, die wir durchgeführt haben, erfolgreich waren“, so Knitter weiter. Die Temperatur im Haus der Menschenaffen sei nie ein Problem gewesen, doch es habe einen Luftzug gegeben – beide Tiere waren an einer Lungenentzündung gestorben. „Es ist ­normal, dass Affen, wie Menschen auch, im Winter hin und wieder erkältet sind“, ­erklärt Knitter. „Wichtig ist dabei, dass die Rahmenbedingungen für eine rasche Genesung gegeben seien.“ Davon ist man im Zoo nach den drei Geburten überzeugt.

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