Denkmalgeschütztes Objekt am Dornhaldenfriedhof Stadt genehmigt Konzept des Vereins

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Bis Ende dieses Jahres ist das Garnisonsschützenhaus für den gleichnamigen Verein reserviert. Bis dahin müssen die Vereinsmitglieder gemeinsam mit der Neuen Arbeit ein Nutzungskonzept und einen Kostenplan vorlegen.

Der Verein Garnisonsschützenhaus möchte das Gebäudeensemble am Dornhaldenfriedhof baldmöglichst wiederbeleben. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Der Verein Garnisonsschützenhaus möchte das Gebäudeensemble am Dornhaldenfriedhof baldmöglichst wiederbeleben. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

S-Süd/ Degerloch - Der Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen hat sich dafür entschieden, dem Verein Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille eine Chance zu geben. Bis Ende dieses Jahres haben die Ehrenamtlichen um den Vereinsvorsitzenden Reinhard Schmidhäuser die Chance, gemeinsam mit dem Sozialunternehmen Neue Arbeit ein Sanierungs- und Nutzungskonzept sowie dadurch anfallende Kosten zu präsentieren. Sobald das Konzept vorliegt, befasse sich der Ausschuss erneut mit „der Angelegenheit“, heißt es in einem Schreiben an den Verein vom Amt für Liegenschaften und Wohnen.

Der Verein Garnisonsschützenhaus setzt sich für den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudeensembles an der Dornhalde 1 und 1A ein. Das Backsteinhaus mit den grünen Fensterläden liegt am Dornhaldenfriedhof inmitten eines Landschaftsschutzgebietes zwischen Stuttgart-Süd und Degerloch. Jahrelang stand das Objekt auf der Verkaufsliste der Stadt – aber es gab kaum Interessenten. Vor mehr als drei Jahren haben Stuttgarter Kreative auf das verfallende Gebäude aufmerksam gemacht und in einem offenen Brief die Stadt aufgefordert, dieses nicht zu verkaufen.

Zwar haben die Stadtverwaltung und der Gemeinderat der einstigen Initiative vor zwei Jahren nach einem offenen Interessentenwettbewerb bereits zugesagt, ein Konzept ausarbeiten zu dürfen. Aufgrund einiger Unstimmigkeiten im Austausch mit der Stadt und innerhalb der Initiative hat sich dies aber verzögert. Zwischenzeitlich haben die Engagierten einen Verein gegründet. Die Idee ist, das Gebäude in einen „Raum der Stille“ zu verwandeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen – unter Berücksichtigung der Geschichtsträchtigkeit des Ortes und der Friedhofsnähe. Gedacht hat der Verein an Seminare, Veranstaltungen und Ausstellungen zu den Themen Entschleunigung und Stille.

Bereits im letzten Jahr gab es Diskussionen über eine Öffnung des Gebäudes am bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Die Verwaltung lehnte dies aus Sicherheitsgründen ab. Auch in diesem Jahr wurde nun eine Öffnung nicht genehmigt. Eine vorherige „Nutzungsmöglichkeit“ sei „mit der Reservierung nicht verbunden“, heißt es außerdem in dem aktuellen Schreiben.

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