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VfB Stuttgart Cristian Molinaro wartet auf ein neues Angebot

Marko Schumacher, 08.07.2013 14:25 Uhr

Stuttgart - Der neue Kollege ist mit offenen Armen empfangen worden, auch Cristian Molinaro hat ihm zur Begrüßung freundschaftlich die Hand geschüttelt. Sehr gut sei das Verhältnis nach einer gemeinsamen Trainingswoche, berichtet Konstantin Rausch (23), er hole sich sogar hin und wieder ein paar Tipps von dem Mitspieler aus Süditalien: „Schließlich ist der Moli schon viel länger im Verein als ich, und das respektiere ich auch.“ Das wird den Neuzugang von Hannover 96 aber nicht davon abhalten, Cristian Molinaro den Platz wegzunehmen.

Konstantin, genannt: „Kocka“ Rausch, im russischen Koschewnikowo geboren und in Niedersachsen aufgewachsen, ist beim VfB Stuttgart als neuer Stammverteidiger auf der linken Abwehrseite vorgesehen. Jahrelang haben sich dort Molinaro und Arthur Boka duelliert. Während der Ivorer Boka im Laufe der vergangenen Saison zum zentralen Mittelfeldspieler befördert wurde, hat Molinaro mit sehr durchwachsenen Leistungen seinen Kredit verspielt – und weiß selbst, dass es für alle Beteiligten das Beste wäre, wenn sich die Wege noch vor Beginn der neuen Saison trennen würden.

Molinaro wartet auf ein Angebot

Er fühle sich sehr wohl in Stuttgart, auch seiner Familie gefalle es prächtig, sagt Molinaro: „Aber wenn das Sportliche nicht stimmt, dann wird es schwierig.“ Frustrierend seien die vergangenen beiden Jahre gewesen, in denen er regelmäßig zwischen der Tribüne, der Ersatzbank und dem Spielfeld hin- und hergependelt ist und das Vertrauen des Trainers vermisst hat. Ein Gespräch mit Bruno Labbadia hat es schon seit längerer Zeit nicht mehr gegeben – und wird auch nicht mehr nötig sein. Wenn ein konkretes Angebot kommt, wird Molinaro den Verein ein Jahr vor Ablauf seines Vertrages verlassen – und niemand beim VfB wird versuchen, ihn davon abzuhalten.

Bisher jedoch gab es nur lose Anfragen aus der Türkei und England, die sich schnell wieder zerschlagen haben. Nun hofft Molinaro auf neue Interessenten. Für Linksverteidiger mit internationaler Erfahrung gibt es eigentlich immer einen Markt. „Ich kann nur warten“, sagt der Mann, der Ende des Monats 30 wird: „Und wenn ein Angebot kommt, dann will ich einen Neuanfang machen.“