Kommentar zur Präsidentenwahl Gräben sind notdürftig geschlossen
Peter Stolterfoht, 18.07.2011 06:58 Uhr
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 Foto: Pressefoto Baumann
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Stuttgart - Der VfB Stuttgart geht mit einer schweren Hypothek aus der Mitgliederversammlung heraus. Sie heißt: Dieter Hundt. Der Aufsichtsratschef wurde nur mühsam in seinem Amt beim Bundesligisten gehalten. 50,7 Prozent und damit die Mehrheit der anwesenden Vereinsmitglieder stimmten der Abwahl Hundts zu, für die laut Satzung aber eine Dreiviertelmehrheit nötig gewesen wäre.

Der VfB hat es nun schwarz auf weiß, dass der streitbare Arbeitgeberpräsident ein ernsthaftes Problem für das Miteinander darstellt. Hundt spaltet den Verein in zwei etwa gleich große Lager. Mit der Wahl des Kandidaten Gerd Mäuser zum Präsidenten ist dem VfB eine Zerreißprobe aber fürs Erste erspart geblieben. Viele Mitglieder scheinen zunächst einmal damit zufrieden zu sein, Dieter Hundt einen deutlichen Denkzettel verpasst zu haben. Doch schon bei nächster Gelegenheit, und das könnte beispielsweise ein verpatzter Saisonstart sein, würden die am Sonntag nur notdürftig geschlossenen Gräben wieder aufbrechen. Gerd Mäusers wichtigste Aufgabe ist es nun, den Verein zu versöhnen und die mehr als 41 Prozent, die gegen ihn gestimmt haben, eines Besseren zu belehren.

Überzeugungsarbeit muss jetzt aber vor allem Dieter Hundt leisten und versuchen, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Er sollte sich auch große Zurückhaltung auferlegen, schließlich wird ihm von seinen zahlreichen Kritikern die Einmischung in das operative Clubgeschäft vorgeworfen. Zur Tagesordnung sollte Dieter Hundt nach dieser Mitgliederversammlung jedenfalls nicht gleich wieder übergehen.

Kommentare (11)
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JUL
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Hans, 22:13 Uhr

MV

Na, da tauchen schon wieder die neuesten Schreckensszenarien auf. Wenn der VfB schlecht in die Saison startet, brechen die Gräben wieder auf. Ja und wenn nicht, dann interessiert sich auch keiner mehr dafür. Hätte der VfB Erfolg gehabt, hätte die MV doch keinen interessiert. Jetzt schauen wir mal, wenn es so weit kommt, kann die StZ ja wieder drüber schreiben.

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JUL
18
asd, 16:24 Uhr

Das operative Geschäft

Wenn Herr Hundt behauptet, dass er nie ins operative Geschäft eingeriffen hat, so ist das Augenwischerei. Natürlich macht er als AR der sportlichen Leitung keine Vorgaben, wie eine Mannschaft aufzustellen sei und welche Spieler dafür gekauft, verkauft, geliehen oder verliehen werden sollen. Aber er gibt mit seinen Kollegen im Aufsichtsrat den Etat frei, der der sportlichen Leitung zur Verfügung steht, um ihre Vorstellungen umzusetzen. Der Aufsichtsrat gibt vor, wieviel Geld wofür zur Verfügung steht. Sie entscheiden, wieviel Risiko der Verein in der Transferpolitik eingeht. Damit sitzen er und seine Kollegen im Aufsichtsrat an der entscheidenden Schnittstelle zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Und damit mischen er und seine Kollegen sehr wohl im operativen Geschäft mit - und zwar substantiell. Und das kann er nicht ernsthaft leugnen.

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JUL
18
radio 89, 13:37 Uhr

VFB Aufsichtsrat

Ich glaube das verwechseln einige Herrn den VFB mit Ihrem Unternehmen, wie undemokratsich das nur eien Person zur Wahl gestellt wird und Herr Hundt keine Mehrheit hat und truotzdem im Amt bleibt. Wie eh und je beim VFB da wird der Hansi Müller in den Aufsichtrat gewählt weil er perfekt funktioniert !! Leider bleibt der VFB mit seinen Strukturen ein mittelmäßiger Provinzclub

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