Stuttgarter Norden: Jahresrückblick Ein heißer Sommer

Von Torsten Ströbele 

In einer Serie schauen wir auf das Jahr im Stuttgarter Norden zurück. Dabei lassen wir das Geschehen in der Kommunalpolitik, der Wirtschaft, dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben Revue passieren und werfen einen Blick auf Themen, die die Menschen vor Ort bewegt haben. Teil 3: Juli bis September.

Die Freibäder im Stuttgarter Norden, wie hier am Killesberg, haben regen Zulauf. Foto: dpa 4 Bilder
Die Freibäder im Stuttgarter Norden, wie hier am Killesberg, haben regen Zulauf.Foto: dpa

Juli

Stuttgarter Norden - Ein schattiges Plätzchen, ein kühles Getränk oder ein Sprung ins kühle Nass: Danach sehnen sich die meisten Menschen im Stuttgarter Norden in den ersten Tagen des Monats. Bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke findet dann auch gleich am ersten Wochenende der 31. Höflesmarkt in Feuerbach statt. Der Vorstand der Fachgruppe „Die Aktiven“ des Gewerbe- und Handelsvereins hat wieder ein umfangreiches Programm auf der teilweise für den Autoverkehr gesperrten Stuttgarter Straße auf die Beine gestellt. Dass sich bei diesem Wetter allerdings nicht die erhofften 10 000 Besucher auf der Festmeile tummeln, ist keine Überraschung. „Es waren zwar deutlich weniger Leute da als in den Vorjahren, aber dennoch deutlich mehr, als ich erwartet habe“, sagt Aktiven-Vorstandsmitglied Matthias Ranke. Mit dem Wetter zu kämpfen haben auch die Teilnehmer der Weilimdorfer Felderrundfahrt. Kopfbedeckungen jeder Art sind Gold wert. Dem Klima schutzlos ausgeliefert sind die Erzeugnisse der Landwirte. „Mit den Temperaturen, die wir haben, kommt keine einheimische Pflanze zurecht“, sagt Ortsobmann Konrad Ritz, als er über das Getreide spricht. Die Bauern rechnen zu diesem Zeitpunkt schon mit einem Ertragsverlust in Höhe von 25 Prozent für das Jahr 2015.

In schwindelerregende Höhen begeben sich im Juli auch zwei mutige Arbeiter auf dem ehemaligen Schoch-Areal. Am oberen Rand des ziegelsteinroten, 60 Meter hohen Schornsteins stehen sie in einem etwas wackeligen Korb, der am teleskopartig ausgefahrenen Arm eines Autokrans hängt. Sie tragen die ersten 30 Meter des Kamins Stein für Stein und Reihe für Reihe ab. Den Schlot einfach zu sprengen, hatte sich als problematisch erwiesen. Das hätte an dieser Stelle größere Evakuierungsmaßnahmen zur Folge gehabt.

Während auf dem Schoch-Areal kräftig abgerissen wird, fällt im Gemeinderat ein endgültiger Beschluss zum Bau einer Bioabfallvergärungsanlage auf Zuffenhäuser Gemarkung. Die planrechtlichen Voraussetzungen sollen bis Sommer 2016 geschaffen werden, so dass mit dem Bau im Herbst 2016 begonnen werden kann. Die Anlage hat eine jährliche Kapazität von bis zu 35 000 Tonnen Abfall.

Hier geht es zum ersten Teil (Januar bis März) und hier zum zweiten Teil (April bis Juni) des Jahresrückblicks.

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